BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.4.8//EN TZID:Europe/Berlin X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin BEGIN:VEVENT UID:246@marketingclub-muenchen.de DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20130115T192000 DTEND;TZID=Europe/Berlin:20130115T210000 DTSTAMP:20160222T110106Z URL:https://www.marketingclub-muenchen.de/veranstaltungen/ampeln-tachos-to rten-marotten-der-management-informationen-und-wie-man-es-besser-macht/ SUMMARY:Ampeln\, Tachos\, Torten. Marotten der Management-Informationen - u nd wie man es besser macht - Marketing Club München DESCRIPTION:Das Themenmotto des Marketing-Clubs München im Jahre 2013 laut et „Insights“. Somit widmete sich die erste Veranstaltung des Jahres a m 15.01.2013 einem Thema\, mit dem Verantwortliche in Marketing und Vertri eb tagein\, tagaus zu tun haben: der Managementinformation. Wie müssen Ma nagementberichte und „Dashboards“ gestaltet sein\, damit sie die Reali tät „richtig“ abbilden? Jeder kennt die üblichen Darstellungsformen – Diagramme mit Säulen\, Balken\, Linien\, Torten\, Ampeln\, Tachos. Ab er sind sie für das Management wirklich eine Hilfe? Lohnt sich der Aufwan d\, der für ihre Erstellung getrieben wird?\n\nDer Referent\, Dr. Gerald Butterwegge\, ist bei Bissantz &\; Company GmbH\, einem Hersteller von Business-Intelligence-Software aus Nürnberg\, im Business Development tä tig. Er begann sein spannend gehaltenes Referat mit einer Schilderung der Umstände\, die zur Explosion der Raumfähre Challenger im Januar 1986 gef ührt haben. Er erläuterte\, dass alle Informationen über die Risiken\, die letztlich zu der Katastrophe führten\, vor dem Start bekannt waren un d dem Management vorlagen – aber sie verloren sich in Berichten ohne Aus sagekraft und verfehlten ihre Wirkung beim Management: Man entschied\, den Start freizugeben\, die Challenger explodierte keine 2 Minuten nach dem S tart\, die sieben Astronauten starben\, eine Milliarden-Dollar-Investition löste sich buchstäblich in Luft auf. Für Herrn Butterwegge ein schlimm es Beispiel\, wie eine missratene Informationskultur zu folgenschweren Feh lentscheidungen führen kann.\n\nZum Glück geht es bei Entscheidungen im betrieblichen Alltag meistens nicht um derart dramatische Sachverhalte. Un d dennoch: Wer entscheidet\, trägt Verantwortung – und wer die dafür b enötigten Informationen bereitstellt oder präsentiert\, ebenfalls. In Mo de sind derzeit sogenannte „Dashboards“\, Nachbildungungen von Autoarm aturenbrettern\, die ein Abbild der Unternehmenssituation geben sollen. Je doch sind die eigentlichen Kennzahlen nur plakativ zu erkennen\; anstelle präziser\, vergleichbarer Daten dominieren allzu oft großformatige Grafi ken\, die zwar mit hübschen Effekten verziert sind\, die aber mangels Dic hte und Abbildungstreue kaum die richtigen Signale setzen können. Extrem ist das bei Ampeldarstellungen\, die ohne Not eine ganze Bandbreite von We rten auf die drei Farben Rot\, Gelb\, Grün reduzieren. Butterwegge zeigte \, wie ein fast naives Vertrauen auf die Ampelsignale zum Untergang der La ndesbank Sachsen führte. Auch bei den Schwierigkeiten der Bayerischen Lan desbank konnte eine Ampellogik nichts verhindern und als die ersten Verzö gerungen beim Bau des Flughafens Berlin bekannt wurden\, spottete sogar di e Presse über die Ampeln im Projektmanagement. Für den Referenten liegt das Problem der Ampeln in der Verkürzung einer differenzierten Aussage ü ber die wirtschaftliche Realität auf ein simples Signal\, das Eindeutigke it suggeriert. Eindringlich warnte er: Ampeln sind keine Entscheidungshilf e\, sondern vorweggenommene Entscheidungen!\n\nAls Argument für die bildl ichen Darstellungsformen wird genannt\, dass das Management doch so sehr a n einer Informationsflut leide. Bei genauer Betrachtung sei das aber ein A mmenmärchen\, meinte der Referent\; das menschliche Gehirn lechze doch ge radezu nach Informationen und Neuigkeiten. Wenn jemand über Informationsf lut klage\, dann sei das meist ein Problem der Darstellung\, nicht der Men ge. Umgerechnet auf eine DIN-A4-Seite geben Tageszeitungen im Finanz- oder Börsenteil bis zu 3.500 Werte wieder. Mit dieser Menge kommt man dennoch gut zurecht\, weil die Struktur klar und übersichtlich ist\, weil alle W erte konkret angegeben sind\, weil sie nicht in andere Darstellungsformen codiert sind und weil die Werte vergleichbar sind.\n\nManche Falschdarstel lungen gehen wohl zurück auf falsche Standardeinstellungen in Programmen wie Microsoft Excel. Zum Beispiel werden bei dicht zusammenliegenden Werte n Achsenabschnitte automatisch gekürzt und dadurch die Wertverhältnisse verzerrt wiedergegeben. In Tortendiagrammen ist bei einer größeren Zahl von Elementen kein Platz mehr für notwendige Wertepaare und die kreisför mige Anordnung der Beschriftung erschwert die Lektüre. Generell kann das Auge Flächen nur unzureichend genau vergleichen. Welchen Sinn haben dann Darstellungen\, in denen Zahlen als Fläche repräsentiert werden? Für di e Zuverlässigkeit und Wartbarkeit von Berichtssystemen ist bei Excel zude m problematisch\, dass nicht zwischen Speicherung und Darstellung untersch ieden wird.\n\nAuch weit verbreitete und kaum hinterfragte Darstellungen n ahm Herr Butterwegge genau unter die Lupe: So zeigte er\, dass Zeitreihend iagramme\, die zum Beispiel Umsatz- oder Preisentwicklungen veranschaulich en sollen\, nur absolute Wertänderungen vergleichbar darstellen können. Um die geht es aber praktisch nie: Bei betrieblichen Kennzahlen kommt es f ast immer auf die prozentuale Veränderung an. Und die stellt ein herkömm liches Diagramm (mit linearer Skala) verzerrt dar. Wer prozentuale Veränd erungen analysieren und vergleichen möchte\, braucht eine logarithmische Skala.\n\nNachdem Herr Butterwegge die vielfältigen Fehler in den Darstel lungen plausibel illustriert hatte\, resümierte er: Wenn beim Codieren vo n Zahlen in Grafiken so viel schiefgehen kann\, wenn die Lektüre von Graf iken so viel Zeit benötigt\, bis man sich über die Integrität der Darst ellung sicher sein kann – dann sind Tabellen mit Zahlen oft die bessere Alternative. Anhand des Programms DeltaMaster von Bissantz &\; Company stellte er sogenannte grafische Tabellen vor. In die Zellen der Tabelle we rden kleine grafische Elemente eingebettet\, zum Beispiel Balken oder Mini -Zeitreihendiagramme (Sparklines). Grafische Tabellen sind so einfach zu l esen und zu erstellen wie normale Tabellen\; die grafischen Elemente führ en das Auge und erlauben Mustervergleiche. Die Voreinstellungen von DeltaM aster sorgen dafür\, dass Wertentwicklungen und Abweichungen automatisch richtig dargestellt und Standards eingehalten werden\, ohne dass der Anwen der von Bericht zu Bericht darauf achten muss. Butterwegge sieht darin ein e Verantwortung der Softwarehersteller: Sie haben auf Voreinstellungen zu achten\, die die Integrität der erzeugten Berichte sicherstellen. Ein wei terer Baustein für eine sinnvolle Managementinformation liegt in der inte raktiven Analyse von betrieblichen Kennzahlen. Interessant seien schließl ich oft nicht einfache Umsatzzahlen oder Ähnliches\, sondern die Verände rungen\, die Abweichungen\, die Unterschiede. Das Programm DeltaMaster ste llt dazu zahlreiche Verfahren bereit\, mit denen sich betriebswirtschaftli che Fragestellungen buchstäblich per Mausklick gründlich analysieren las sen. Die Ergebnisse solcher Auswertungen\, zum Beispiel Ursachen- oder Tre iberanalysen\, werden wiederum als leicht verständliche und automatisch f ormatierte Berichte gespeichert und verbreitet.\n\nWährend des Referats u nd danach wurde reichlich diskutiert – die Reflektion der eigenen Inform ationskultur gab manchen Teilnehmern sichtlich zu denken und dürfte Impul se für den eigenen Verantwortungsbereich vermittelt haben.\n\nText und Fo tos: Dr. Peter Mielmann ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.marketingclub-muenchen.de/wp-content /uploads/2016/02/butterwege.jpg CATEGORIES:Exklusivkreis LOCATION:MCM Geschäftsstelle\, Edelsbergstr. 8\, 80686 München GEO:48.124993;11.520350199999939 X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=Edelsbergstr. 8\, München\ , 80686 \, Deutschland;X-APPLE-RADIUS=100;X-TITLE=MCM Geschäftsstelle:geo :48.124993,11.520350199999939 END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Berlin X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin BEGIN:STANDARD DTSTART:20121028T020000 TZOFFSETFROM:+0200 TZOFFSETTO:+0100 TZNAME:CET END:STANDARD END:VTIMEZONE END:VCALENDAR