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 rten-marotten-der-management-informationen-und-wie-man-es-besser-macht/
SUMMARY:Ampeln\, Tachos\, Torten. Marotten der Management-Informationen - u
 nd wie man es besser macht - Marketing Club München
DESCRIPTION:Das Themenmotto des Marketing-Clubs München im Jahre 2013 laut
 et „Insights“. Somit widmete sich die erste Veranstaltung des Jahres a
 m 15.01.2013 einem Thema\, mit dem Verantwortliche in Marketing und Vertri
 eb tagein\, tagaus zu tun haben: der Managementinformation. Wie müssen Ma
 nagementberichte und „Dashboards“ gestaltet sein\, damit sie die Reali
 tät „richtig“ abbilden? Jeder kennt die üblichen Darstellungsformen 
 – Diagramme mit Säulen\, Balken\, Linien\, Torten\, Ampeln\, Tachos. Ab
 er sind sie für das Management wirklich eine Hilfe? Lohnt sich der Aufwan
 d\, der für ihre Erstellung getrieben wird?\n\nDer Referent\, Dr. Gerald 
 Butterwegge\, ist bei Bissantz &amp\; Company GmbH\, einem Hersteller von 
 Business-Intelligence-Software aus Nürnberg\, im Business Development tä
 tig. Er begann sein spannend gehaltenes Referat mit einer Schilderung der 
 Umstände\, die zur Explosion der Raumfähre Challenger im Januar 1986 gef
 ührt haben. Er erläuterte\, dass alle Informationen über die Risiken\, 
 die letztlich zu der Katastrophe führten\, vor dem Start bekannt waren un
 d dem Management vorlagen – aber sie verloren sich in Berichten ohne Aus
 sagekraft und verfehlten ihre Wirkung beim Management: Man entschied\, den
  Start freizugeben\, die Challenger explodierte keine 2 Minuten nach dem S
 tart\, die sieben Astronauten starben\, eine Milliarden-Dollar-Investition
  löste sich buchstäblich in Luft auf. Für Herrn Butterwegge ein schlimm
 es Beispiel\, wie eine missratene Informationskultur zu folgenschweren Feh
 lentscheidungen führen kann.\n\nZum Glück geht es bei Entscheidungen im 
 betrieblichen Alltag meistens nicht um derart dramatische Sachverhalte. Un
 d dennoch: Wer entscheidet\, trägt Verantwortung – und wer die dafür b
 enötigten Informationen bereitstellt oder präsentiert\, ebenfalls. In Mo
 de sind derzeit sogenannte „Dashboards“\, Nachbildungungen von Autoarm
 aturenbrettern\, die ein Abbild der Unternehmenssituation geben sollen. Je
 doch sind die eigentlichen Kennzahlen nur plakativ zu erkennen\; anstelle 
 präziser\, vergleichbarer Daten dominieren allzu oft großformatige Grafi
 ken\, die zwar mit hübschen Effekten verziert sind\, die aber mangels Dic
 hte und Abbildungstreue kaum die richtigen Signale setzen können. Extrem 
 ist das bei Ampeldarstellungen\, die ohne Not eine ganze Bandbreite von We
 rten auf die drei Farben Rot\, Gelb\, Grün reduzieren. Butterwegge zeigte
 \, wie ein fast naives Vertrauen auf die Ampelsignale zum Untergang der La
 ndesbank Sachsen führte. Auch bei den Schwierigkeiten der Bayerischen Lan
 desbank konnte eine Ampellogik nichts verhindern und als die ersten Verzö
 gerungen beim Bau des Flughafens Berlin bekannt wurden\, spottete sogar di
 e Presse über die Ampeln im Projektmanagement. Für den Referenten liegt 
 das Problem der Ampeln in der Verkürzung einer differenzierten Aussage ü
 ber die wirtschaftliche Realität auf ein simples Signal\, das Eindeutigke
 it suggeriert. Eindringlich warnte er: Ampeln sind keine Entscheidungshilf
 e\, sondern vorweggenommene Entscheidungen!\n\nAls Argument für die bildl
 ichen Darstellungsformen wird genannt\, dass das Management doch so sehr a
 n einer Informationsflut leide. Bei genauer Betrachtung sei das aber ein A
 mmenmärchen\, meinte der Referent\; das menschliche Gehirn lechze doch ge
 radezu nach Informationen und Neuigkeiten. Wenn jemand über Informationsf
 lut klage\, dann sei das meist ein Problem der Darstellung\, nicht der Men
 ge. Umgerechnet auf eine DIN-A4-Seite geben Tageszeitungen im Finanz- oder
  Börsenteil bis zu 3.500 Werte wieder. Mit dieser Menge kommt man dennoch
  gut zurecht\, weil die Struktur klar und übersichtlich ist\, weil alle W
 erte konkret angegeben sind\, weil sie nicht in andere Darstellungsformen 
 codiert sind und weil die Werte vergleichbar sind.\n\nManche Falschdarstel
 lungen gehen wohl zurück auf falsche Standardeinstellungen in Programmen 
 wie Microsoft Excel. Zum Beispiel werden bei dicht zusammenliegenden Werte
 n Achsenabschnitte automatisch gekürzt und dadurch die Wertverhältnisse 
 verzerrt wiedergegeben. In Tortendiagrammen ist bei einer größeren Zahl 
 von Elementen kein Platz mehr für notwendige Wertepaare und die kreisför
 mige Anordnung der Beschriftung erschwert die Lektüre. Generell kann das 
 Auge Flächen nur unzureichend genau vergleichen. Welchen Sinn haben dann 
 Darstellungen\, in denen Zahlen als Fläche repräsentiert werden? Für di
 e Zuverlässigkeit und Wartbarkeit von Berichtssystemen ist bei Excel zude
 m problematisch\, dass nicht zwischen Speicherung und Darstellung untersch
 ieden wird.\n\nAuch weit verbreitete und kaum hinterfragte Darstellungen n
 ahm Herr Butterwegge genau unter die Lupe: So zeigte er\, dass Zeitreihend
 iagramme\, die zum Beispiel Umsatz- oder Preisentwicklungen veranschaulich
 en sollen\, nur absolute Wertänderungen vergleichbar darstellen können. 
 Um die geht es aber praktisch nie: Bei betrieblichen Kennzahlen kommt es f
 ast immer auf die prozentuale Veränderung an. Und die stellt ein herkömm
 liches Diagramm (mit linearer Skala) verzerrt dar. Wer prozentuale Veränd
 erungen analysieren und vergleichen möchte\, braucht eine logarithmische 
 Skala.\n\nNachdem Herr Butterwegge die vielfältigen Fehler in den Darstel
 lungen plausibel illustriert hatte\, resümierte er: Wenn beim Codieren vo
 n Zahlen in Grafiken so viel schiefgehen kann\, wenn die Lektüre von Graf
 iken so viel Zeit benötigt\, bis man sich über die Integrität der Darst
 ellung sicher sein kann – dann sind Tabellen mit Zahlen oft die bessere 
 Alternative. Anhand des Programms DeltaMaster von Bissantz &amp\; Company 
 stellte er sogenannte grafische Tabellen vor. In die Zellen der Tabelle we
 rden kleine grafische Elemente eingebettet\, zum Beispiel Balken oder Mini
 -Zeitreihendiagramme (Sparklines). Grafische Tabellen sind so einfach zu l
 esen und zu erstellen wie normale Tabellen\; die grafischen Elemente führ
 en das Auge und erlauben Mustervergleiche. Die Voreinstellungen von DeltaM
 aster sorgen dafür\, dass Wertentwicklungen und Abweichungen automatisch 
 richtig dargestellt und Standards eingehalten werden\, ohne dass der Anwen
 der von Bericht zu Bericht darauf achten muss. Butterwegge sieht darin ein
 e Verantwortung der Softwarehersteller: Sie haben auf Voreinstellungen zu 
 achten\, die die Integrität der erzeugten Berichte sicherstellen. Ein wei
 terer Baustein für eine sinnvolle Managementinformation liegt in der inte
 raktiven Analyse von betrieblichen Kennzahlen. Interessant seien schließl
 ich oft nicht einfache Umsatzzahlen oder Ähnliches\, sondern die Verände
 rungen\, die Abweichungen\, die Unterschiede. Das Programm DeltaMaster ste
 llt dazu zahlreiche Verfahren bereit\, mit denen sich betriebswirtschaftli
 che Fragestellungen buchstäblich per Mausklick gründlich analysieren las
 sen. Die Ergebnisse solcher Auswertungen\, zum Beispiel Ursachen- oder Tre
 iberanalysen\, werden wiederum als leicht verständliche und automatisch f
 ormatierte Berichte gespeichert und verbreitet.\n\nWährend des Referats u
 nd danach wurde reichlich diskutiert – die Reflektion der eigenen Inform
 ationskultur gab manchen Teilnehmern sichtlich zu denken und dürfte Impul
 se für den eigenen Verantwortungsbereich vermittelt haben.\n\nText und Fo
 tos: Dr. Peter Mielmann
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